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Auszeichnung

Berliner Wissenschaftspreis 2011 für Anja Feldmann

Regierender Bürgermeister zeichnet Informatikerin der TU Berlin aus

29. 11. 2011 | Prof. Anja Feldmann, Ph.D., Informatikerin der TU Berlin, wird mit dem Berliner Wissenschaftspreis des Regierenden Bürgermeisters von Berlin 2011 ausgezeichnet. Die Ehrung ist mit einem Preisgeld von 40.000 Euro verbunden. Seit 2008 werden dieser Preis sowie ein Nachwuchspreis durch Klaus Wowereit, dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, vergeben.

Im Mittelpunkt der Forschungen von Anja Feldmann stehen die Fragen der Modellierung, Optimierung und besseren Gestaltung des Internets als Rückgrat der zukünftigen Informationsgesellschaft. Als ausgewiesene Expertin für das Internet gehört sie international zur Spitze ihrer Disziplin. Ihre Forschungsergebnisse haben das Netz schneller und sicherer gemacht, wovon alle Internetnutzer und Anbieter weltweit profitieren. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen der TU Berlin und internationalen Spitzenforschern entwickelt sie neue Wege, um das Internet an die Anforderungen der Zukunft anzupassen (Clean Slate Internet Design/Design for Change). In diesem Kontext arbeitet sie an Konzepten zu Virtuellen Netzen, Offenen Hardware/Software Interfaces und zukünftigen Netzwerkkontrollsystemen.

(© TU-Pressestelle/Dahl)


Prof. Anja Feldmann


Ob die neue Struktur auch millionenfach funktionieren könnte, erforschen Feldmann und ihre Kollegen innerhalb des deutschlandweiten "G-Labs", dem German Laboratory. Getestet wird unter anderem vor der eigenen Haustür: Insgesamt 46 Sendeanlagen auf fast allen Dächern des Campus Charlottenburg gehören zu einer der größten offenen Experimentierplattformen für Mesh-Netze weltweit, dem "Berlin Open Wireless Lab" (BOWL).

Die weltweit vielleicht einmalige Verbindung von Theorie und Praxis in Feldmanns Arbeiten geht auf ihre Forschungszeit in den USA zurück, wo sie nach dem Informatik-Studium in Paderborn an der Carnegie Mellon University promovierte und danach in den Entwicklungslabors des Computer- und Technologieherstellers AT & T tätig war.

Bereits mit 33 Jahren wurde Feldmann auf eine Professur an der Universität des Saarlandes berufen, von dort wechselte sie – bei drei gleichzeitigen Rufen – an die TU München, bevor sie 2006 den Ruf auf den Stiftungslehrstuhl der Deutschen Telekom AG für "Intelligente Netze und Management verteilter Systeme" an der TU Berlin annahm. Zudem leitet sie eine Forschergruppe an den Deutsche Telekom Innovation Laboratories und ist Dekanin der TU-Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik. Feldmann bekam in diesem Jahr den Leibniz-Preis von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für herausragende wissenschaftliche Leistungen überreicht. Er ist mit 2,5 Millionen Euro dotiert und gehört damit zu den bedeutendsten Forschungspreisen weltweit. Die Informatikerin ist Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften.

"Die TU Berlin ist sehr stolz darauf, dass Frau Feldmann erneut ausgezeichnet wird. Erst in diesem Jahr hat sie den höchstdotierten deutschen Forschungspreis, den Leibniz-Preis, erhalten. Ihre wissenschaftlichen Leistungen sind exzellent und eine große Bereicherung für den Forschungsstandort Berlin. Als Informatikerin ist sie auch Vorbild für all jene Frauen, die technikwissenschaftliche Fächer wählen oder studieren. Zudem ist Frau Feldmann Dekanin der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik, einer der größten in Deutschland. Der Regierende Bürgermeister würdigt mit seinem Preis nicht nur eine hervorragende Wissenschaftlerin, sondern auch eine besonders engagierte Wissenschaftsmanagerin. Ich gratuliere im Namen der Universität", so Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach, Präsident der TU Berlin.   (© Technische Universität Berlin)
 

Stefanie Terp

 

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