Prof. Anja Feldmann
Ob die neue Struktur auch millionenfach funktionieren könnte, erforschen Feldmann und ihre Kollegen innerhalb des deutschlandweiten "G-Labs", dem German Laboratory. Getestet wird unter anderem vor der eigenen Haustür: Insgesamt 46 Sendeanlagen auf fast allen Dächern des Campus Charlottenburg gehören zu einer der größten offenen Experimentierplattformen für Mesh-Netze weltweit, dem "Berlin Open Wireless Lab" (BOWL).
Die weltweit vielleicht einmalige Verbindung von Theorie und Praxis in Feldmanns Arbeiten geht auf ihre Forschungszeit in den USA zurück, wo sie nach dem Informatik-Studium in Paderborn an der Carnegie Mellon University promovierte und danach in den Entwicklungslabors des Computer- und Technologieherstellers AT & T tätig war.
Bereits mit 33 Jahren wurde Feldmann auf eine Professur an der Universität des Saarlandes berufen, von dort wechselte sie – bei drei gleichzeitigen Rufen – an die TU München, bevor sie 2006 den Ruf auf den Stiftungslehrstuhl der Deutschen Telekom AG für "Intelligente Netze und Management verteilter Systeme" an der TU Berlin annahm. Zudem leitet sie eine Forschergruppe an den Deutsche Telekom Innovation Laboratories und ist Dekanin der TU-Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik. Feldmann bekam in diesem Jahr den Leibniz-Preis von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für herausragende wissenschaftliche Leistungen überreicht. Er ist mit 2,5 Millionen Euro dotiert und gehört damit zu den bedeutendsten Forschungspreisen weltweit. Die Informatikerin ist Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften.
"Die TU Berlin ist sehr stolz darauf, dass Frau Feldmann erneut ausgezeichnet wird. Erst in diesem Jahr hat sie den höchstdotierten deutschen Forschungspreis, den Leibniz-Preis, erhalten. Ihre wissenschaftlichen Leistungen sind exzellent und eine große Bereicherung für den Forschungsstandort Berlin. Als Informatikerin ist sie auch Vorbild für all jene Frauen, die technikwissenschaftliche Fächer wählen oder studieren. Zudem ist Frau Feldmann Dekanin der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik, einer der größten in Deutschland. Der Regierende Bürgermeister würdigt mit seinem Preis nicht nur eine hervorragende Wissenschaftlerin, sondern auch eine besonders engagierte Wissenschaftsmanagerin. Ich gratuliere im Namen der Universität", so Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach, Präsident der TU Berlin. (© Technische Universität Berlin)
