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Auszeichnung

Leibniz-Preis für die Mathematikerin Barbara Wohlmuth

17. 1. 2012 | Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat der 44-jährigen Mathematik-Professorin Barbara Wohlmuth den Leibniz-Preis 2012 zuerkannt, den renommiertesten deutschen Wissenschaftspreis. Barbara Wohlmuth ist Inhaberin des Lehrstuhls für Numerische Mathematik der Technischen Universität München (TUM). Die DFG würdigt damit ihre exzellente Forschungsarbeit im Bereich der Gebietszerlegungsmethoden, einem Schlüssel zur Vereinfachung komplexer, gekoppelter Probleme der Festkörper- und Strömungsmechanik. Die Auszeichnung ist mit 2,5 Millionen Euro für die Forschung dotiert.


Barbara Wohlmuth

Der Preisträgerin gelang es, neue Ansätze zu entwickeln, mit denen unterschiedliche mathematische Modelle und numerische Zerlegungsmethoden so zusammengeführt werden, dass selbst komplexe gekoppelte Prozesse simuliert werden können, die bisher selbst die Möglichkeiten von Supercomputern sprengten.

Das Arbeitsgebiet der Mathematikerin lebt von der Interaktion mit Ingenieuren, Geowissenschaftlern und Informatikern. Das Anwendungsspektrum der entwickelten Methoden reicht von Kontaktproblemen in der Strukturmechanik zu Mehrphasensystemen in porösen Medien.

TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann, der Barbara Wohlmuth 2010 an die TUM berufen hatte, gratulierte der Preisträgerin: "Frau Wohlmuth hat beim Transfer mathematischer Modelle in die Ingenieurwissenschaften schon in jungen Jahren Weltgeltung erreicht. Als eine unserer Spitzenwissenschaftlerinnen ist sie darüber hinaus ein brillantes Vorbild für unsere Studentinnen."

Insgesamt zeichnete die DFG zwei Wissenschaftlerinnen und neun Wissenschaftler mit dem Leibniz-Preis aus. Dieser ist mit 2,5 Millionen Euro dotiert. Von den neuen Leibniz-Preisen gehen fünf in die Lebenswissenschaften, drei in die Natur-, zwei in die Geistes- und Sozial- sowie einer in die Ingenieurwissenschaften. Verliehen werden die Preise am 27. Februar 2012 in Berlin. An die TUM geht der begehrte Preis damit zum 14. Mal.

Barbara Wohlmuth studierte Mathematik an der TUM und in Grenoble, wurde 1995 an der TUM promoviert und habilitierte 2000 an der Universität Augsburg. Forschungsaufenthalte führten sie nach New York und Paris, sowie als Gastprofessorin nach Frankreich und Hongkong. 2010 wurde sie an die TUM berufen. Sie ist Mitglied im Vorstand der Gesellschaft für Angewandte Mathematik und Mechanik (GAMM), Vorsitzende des Verwaltungsrats des Weierstrass Institute for Applied Analysis and Stochastics (WIAS) und Mitglied im Editorial Board mehrerer internationaler Fachzeitschriften.   (© Technische Universität München)
 

Dr. Ulrich Marsch

 

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