Prof. Dr. Ulrike Müßig


Kurzvita und Ausbildung

  • 1987
    Abitur am humanistischen Wirsberg-Gymnasium in Würzburg, Hochbegabtenstipendium der Bayerischen Hundhammerstiftung

  • 1988 – 1993
    Studium der Rechtswissenschaft an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und der University of Cambridge, Großbritannien, als Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes

  • 1993 – 1995
    Doktorandenstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes, Dissertation ausgezeichnet mit dem Preis der Unterfränkischen Gedenkjahresstiftung für Wissenschaft

  • 1994 – 1996
    Referendariat im LG-Bezirk Würzburg, am Internationalen Schiedsgerichtshof in Paris und am Juristischen Dienst der Kommission der Europäischen Gemeinschaften in Brüssel, Belgien; Gaststudium an der Université Paris I, Panthéon-Sorbonne, Frankreich

  • 1996 – 1999
    Bayerischer Habilitationsförderpreis

  • 2000
    Habilitation in den Fächern Europäische und Deutsche Rechtsgeschichte, Bürgerliches Recht, Rechtsvergleichung und Internationales Privatrecht. Heisenberg-Stipendium der DFG. Probevorlesung "Savigny und das Internationale Privatrecht des 19. Jahrhunderts"

  •  
    Lehrstuhlvertretung an der Universität Passau

  •  
    Berufungsangebot auf die Professur für Bürgerliches Recht und Europäische Rechtsgeschichte an der Universität Bielefeld (Platz 1) (abgelehnt)

  •  
    Berufung auf den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht sowie Deutsche und Europäische Rechtsgeschichte an der Universität Passau

  •  
    Platz 3 des Berufungsvorschlags für die Professur Bürgerliches Recht und Deutsche Rechtsgeschichte der Universität Münster vom 12.12.2000

  • 2002
    Ruf auf die ordentliche Professur für Rechtsgeschichte und Privatrecht an der Universität Bern, Schweiz (Nachfolge Pio Caroni)(abgelehnt)

  •  
    Erstplatzierung bei einer Professur für ZGB – Rechtsgeschichte an der Universität St. Gallen, Schweiz

  • 2007 – 2008
    Sprecherin der Zivilrechtler und Studiendekanin der Juristischen Fakultät der Universität Passau

  • 2008
    Nominierung für den Gerda Henkel Preis 2008; Organisation des 37. Deutschen Rechtshistorikertages in Passau

  • 2008 – 2009
    Prodekanin der Juristischen Fakultät der Universität Passau

  • 2010 – 2012
    Dekanin der Juristischen Fakultät der Universität Passau

Ausgewählte Veröffentlichungen

  • Müßig, U.: Recht und Justizhoheit. Historische Grundlagen des gesetzlichen Richters in Deutschland, England und Frankreich (Zugl.: Habil.-Schr. Würzburg 2000), Berlin 2003.

  • Müßig, U.: Recht und Justizhoheit. Der gesetzliche Richter im historischen Vergleich von der Kanonistik bis zur Europäischen Menschenrechtskonvention, unter besonderer Berücksichtigung der Rechtsentwicklung in Deutschland, England und Frankreich. Erweiterte und verbesserte 2. Auflage, Berlin 2009.

  • Müßig, U., Willoweit, D.: Europäische Verfassungsgeschichte, München 2003.

  • Müßig, U.: Die europäische Verfassungsdiskussion des 18. Jahrhunderts, Tübingen 2008.

  • Müßig, U.: Der mißverstandene Montesquieu: Gewaltenbalance, nicht Gewaltentrennung. In: ZNR 22, 2000. S. 149-166.

  • Müßig, U.: Art. Absolutismus. In: HRG I, 2. Auflage, Berlin 2004, 1. Lieferung (Aachen – Anarchismus), S. 30-38.

  • Müßig, U.: Römisch-kanonisches Erbrecht in mittelalterlichen deutschen Rechtsaufzeichnungen. In: ZRG GA 122, 2005. S. 87-112.

  • Müßig, U.: Droit et Justice retenue: sur les origines de la garantie du juge naturel en dehors des théories de la séparation des pouvoirs du 17ème au 19ème siècle. In: Revue historique de droit français et étranger 83, 2005. S. 215-245.

  • Müßig, U.: Constitutional conflicts in seventeenth-century England. In: Tijdschrift voor Rechtsgeschiedenis 76, 2008. S. 27-47.

  • Müßig, U.: Höchstgerichte im frühneuzeitlichen Frankreich und England – Höchstgerichtsbarkeit als Motor des frühneuzeitlichen Staatsbildungsprozesses, Akten des 36. Deutschen Rechtshistorikertages in Halle an der Saale 2006, hrsg. von Rolf Lieberwirth, Heiner Lück, Baden-Baden 2008, S. 544-577.

  • Müßig, U.: Der Kampf um die gerichtliche Selbstverwaltung in der Entstehungsgeschichte des GVG, Rechtskultur 1 (2012), 4-11.

  • Müßig, U.: Montesquieu`s mixed monarchy model and the indecisiveness of the 19th century Constitutionalism between monarchical and popular sovereignty, Historia et ius, rivista di storia giuridica dell'età medievale e moderna (http://www.historiaetius.eu/num-3.html), num. 3 (Juin 2013), paper 4, p. 1-39.

  • Müßig, U.: Summum ius, summum iniuria – Zur Korrekturbedürftigkeit des strengen Rechts in deutschen und englischen Rechtsquellen, in: Ulrike Müßig (Hrsg.), Ungerechtes Recht, Tübingen 2013, S. 23-65.


Ausgewählte Projekte

  • Der Advanced Grant ReConFort (Reconsidering Constitutional Formation, Constitutional Communication by Drafting, Practice and Interpretation in 18th and 19th century Europe) beschäftigt sich unter Beteiligung von post docs aus Belgien, Deutschland, Italien, Polen und Spanien mit Verfassungsbildung als Zusammenspiel von Verfassungstext, gesellschaftlichem Kontext, politischer Praxis und Verfassungsinterpretation. Die historischen Verfassungsdebatten im polnische Sejm, in den spanischen Cortes, im belgischen Nationalkongress, in der deutschen Paulskirche und im italienischen Parlamento Subalpino sind Musterbeispiele dafür, wie die rechtliche Fixierung der politischen Ordnung im Verfassungstext Herrschaft im gesellschaftlichen Kontext kommuniziert. Auch wenn fast 200 Jahre von den heutigen Europäischen Entscheidungsträgern entfernt scheinen, ist es die bürgernahe Verfassungsöffentlichkeit, die zum Erfolg der Verfassungsidee im Europa des 18. Und 19. Jahrhunderts beigetragen hat und die den gegenwärtigen völkerrechtlichen Unionsverträgen fehlt.

  • Für den C. F. Müller-Verlag ist eine europäische Verfassungsgeschichte "Vom 12. Jahrhundert bis zur Französischen Revolution" (Schwerpunkte Bd. 29) in Vorbereitung.

Weitere Qualifikationen

  • Diploma in Legal Studies an der University of Cambridge, Großbritannien, 1990 – 1991


Besondere Qualifikationen/Soft Skills/Außerberufliches

Weitere Interessen

  • Mitarbeit an Konzeptionen historischer Ausstellung i. S. d.

  • Wissenschaftskommunikation der Rechtsgeschichte

  • Gutachten mit rechtshistorischem Bezug


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    Rechtswissenschaften, Immaterialgüterrecht (Markenrecht, Urheberrecht, Patentrecht, Recht des unlauteren Wettbewerbs)

 

Nachrichten

  1. Rechtshistorikerin Ulrike Müßig erhält ERC Advanced Grant

    Die Passauer Rechtshistorikerin Ulrike Müßig erhält einen ERC Advanced Grant. Damit geht die höchste wissenschaftliche Auszeichnung auf europäischer Ebene erstmals an eine Rechtswissenschaftlerin in Deutschland und erstmals an die Universität Passau.