Auszeichnung

Nicola A. Spaldin wird mit dem L'Oréal-UNESCO-Preis For Women in Science 2017 ausgezeichnet

23. 3. 2017 | Die AcademiaNet Wissenschaftlerin ist eine der fünf diesjährigen Empfänger des mit 100.000 Euro dotierten Preises.
Professor Nicola A. Spaldin
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(© obs/L'Oréal Suisse SA)


Professor Nicola A. Spaldin | AcademiaNet Wissenschaftlerin Nicola A. Spaldin ist eine von fünf Wissenschaftlerinnen, die mit dem L'Oréal-UNESCO-Preis For Women in Science 2017 ausgezeichnet wurden.

Nicola A. Spaldin, Leiterin der Forschungsgruppe Materialtheorie an der ETH Zürich und seit 2012 Mitglied bei AcademiaNet, wird mit einem renommierten L'Oréal-UNESCO-Preis For Women in Science 2017 ausgezeichnet. Ihre bahnbrechenden wissenschaftlichen Erkenntnisse im Bereich der Materialforschung haben der Spitzenforscherin zu dieser Auszeichnung verholfen.


Die Forschung von Professor Spaldin konzentriert sich auf die Herstellung neuer Stoffe, die verschiedene physikalische Eigenschaften kombinieren. Ihre Arbeit resultierte so unter anderem in der Entwicklung einer neuen Klasse von Materialien, die gleichzeitig ferromagnetische und ferroelektrische Eigenschaften besitzen. Diese besonderen Stoffe werden „Multiferroics“ genannt. In der Natur kommen sie nur äußerst selten vor, aber Professor Spaldin Labor produziert die Materialien von Grund auf - sie und ihre Mitarbeiter designen mögliche Multiferroics am Computer, stellen die Stoffe dann her und testen sie. Diese Arbeit könnte dazu beitragen, das Feld der Informationstechnologie zu revolutionisieren – denn mit Multiferroics ließen sich kleinere, schnellere und energiesparendere Datensichungsträger herstellen.


Zusammen mit UNESCO unterstützt die L'Oréal Stiftung seit 1998 Wissenschaftlerinnen, die exzellente Forschungsarbeit leisten, mit dem jährlich ausgegebenen L'Oréal-UNESCO-Preis For Women in Science. Jeder der prestigeträchtigen Awards ist mit 100.000 Euro dotiert. Je eine Wissenschaftlerin pro geografischer Region wird aus über hundert Nominierten ausgewählt. Die Kandidatinnen werden von anderen Forschern vorgeschlagen und Bewerbungen werden vorerst durch zwei oder drei wissenschaftliche Experten geprüft. In der zweiten Runde entscheidet eine Jury, bestehend aus zwölf international anerkannten Forschern, welche fünf Bewerber den Preis bekommen sollen. Die Gewinner diesen Jahres schließen sich 92 vorherigen Preisträgern an. Unter ihnen finden sich auch zwei Nobelpreisträger und eine Regierungschefin.


  (© AcademiaNet)

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