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AcademiaNet Wissenschaftlerinnen treten Leopoldina bei

14. 6. 2017 | Gleich drei unserer Forscherinnen wurden von der Akademie als neue Mitglieder im Bereich Lebenswissenschaften ausgewählt.
 Hauptsitz der Leopoldina in Halle (Saale)
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(© Markus Scholz für die Leopoldina)


Hauptsitz der Leopoldina in Halle (Saale)

Eine Ehre, die nur exzellenten Forscherinnen und Forschern zuteilwird – so könnte man die Mitgliedschaft in der nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina prägnant beschreiben. Unter den 1500 Mitgliedern aus Deutschland und der Welt befinden sich zahlreiche Nobelpreisträger und einige der renommiertesten Wissenschaftler der Gegenwart. Mit der aktuellen Ernennung wird drei weiteren AcademiaNet-Forscherinnen diese Ehre zuteil: Die Professorinnen Ingrid Fleming, Maria Leptin und die 2014 mit dem Nobelpreis in Medizin und Physiologie prämierte May-Britt Moser wurden am 17. Mai feierlich in die Akademie aufgenommen.


Die Biochemikerin und Pharmakologin Ingrid Fleming beschäftigt sich in ihrer Forschung an der Goethe-Universität Frankfurt vor allem mit Blutgefäßen. Sie will herausfinden, wie Endothelzellen Signale austauschen, und wie sich ihre Kommunikation im Lauf von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verändert. Damit, so hofft sie, könnten neue Zielmoleküle für Therapien von kardiovaskulären Krankheiten entdeckt werden.


Maria Leptin, Biochemikerin und EMBO-Direktorin mit Forschungsgruppen in Heidelberg und Köln, ist besonders an grundlegenden Körperfunktionen wie dem Immunsystem und der Entstehung der Körperform interessiert. Seit mehr als 30 Jahren erforscht sie Entwicklungsprozesse in Drosophila melanogaster, und in ihrem Labor in Heidelberg untersucht sie außerdem Immunreaktionen in Zebrafischen.


Das Gehirn steht im Zentrum von May-Britt Mosers Forschung. Für die Entdeckung von spezifischen Navigationszellen im Rattenhirn – den so genannten Grid- und Place-Cells – teilte sie sich 2014 mit Edvard Moser und John O'Keefe den Nobelpreis in Medizin und Pysiologie. Sie leitet das Centre for Neural Computation am Kavli Institute for Systems Neuroscience in Norwegen forscht hier an Gedächtnisprozessen.


Die drei Forscherinnen wurden zusammen mit 12 anderen Wissenschaftlern im Bereich Lebenswissenschaften bereits im Vorjahr in die Akademie gewählt, jedoch erst letzten Monat formell willkommen geheißen. Die Wahl neuer Mitglieder erfolgt nach Nominierung durch ein derzeitiges Akademie-Mitglied in einem mehrstufigen Auswahlverfahren durch das Präsidium der Leopoldina.


  (© AcademiaNet / Nationalakademie Leopoldina)

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