Personalia

Antje Boetius erhält Copernicus-Medaille und Carl Friedrich Gauß-Medaille

6. 7. 2017 | Die AcademiaNet Wissenschaftlerin wird innerhalb kürzester Zeit gleich zwei Mal für ihre Forschung im Themengebiet Meeresökologie ausgezeichnet.
Professor Antje Boetius
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(© Antje Boetius)


Professor Antje Boetius

Die Tiefsee ist Prof. Antje Boetius Spezialgebiet. Seit 2009 leitet sie die Brückengruppe "Tiefseeökologie und Technologie", die als Zusammenschluss ihrer ehemaligen Forschungsgruppe "Mikrobielle Habitate" am Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie in Bremen und der Alfred-Wegener-Institut-Forschungsgruppe "Tiefsee" entstand. Für ihre breit gefächerten Arbeiten, die die Bereiche Biogeochemie, Tiefseeökologie und Marine Mikrobiologie umfassen, wurde sie jetzt gleich doppelt ausgezeichnet.


Den Preis der Copernicus-Gesellschaft bekam Antje Boetius für ihren Beitrag zur Erforschung zweier Bereiche: das Thema Methandynamik im Ozean und das Thema biogeochemische Effekte des zurückweichenden arktischen Meereises. Sie erhielt die Medaille Ende April im Rahmen einer Zeremonie in Wien. Hier fasste Prof. Boetius ihre Forschung nochmals in der Preisträger-Vorlesung mit dem Titel "Unter dem Eis - Beobachtungen aus dem sich verändernden Arktischen Ozean" zusammen. Die Copernicus-Medaille wird jährlich an einen Wissenschaftler vergeben, der wegweisende Forschungsarbeiten zu den Geowissenschaften oder der Astronomie beigetragen hat.


Nur wenige Tag später folgte die nächste Ehrung für die Mikrobiologin: Anfang Mai erhielt sie die Carl Friedrich Gauß-Medaille der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft (BWG). Diese wird jährlich an einen Wissenschaftler als Anerkennung besonderer wissenschaftlicher Verdienste vergeben. Mit dem Preis würdigt die BWG die herausragenden Leistungen der Bremer Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der Tiefseeökologie: Antje Boetius habe „die Rolle von Mikroben in der Tiefsee in ein völlig neues Licht gerückt," betonte Laudatorin Antje Schwalb, Geologie-Professorin an der Technischen Universität Braunschweig. "Mit ihren disziplinübergreifenden Forschungsthemen baut sie Brücken zwischen Biologie, Chemie und den Geowissenschaften."


  (© AcademiaNet / AWI)

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