Auszeichnung

Elisabeth Binder gewinnt Carus-Medaille

13. 9. 2017 | Die AcademiaNetlerin ist eine von zwei jungen Wissenschaftlern, denen der Preis in Anerkennung ihrer Erkenntnisse im Gebiet der Humangenetik verliehen wird.
Prof. Elisabeth Binder
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(© Elisabeth Binder )


Prof. Elisabeth Binder

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina wird bei ihrer diesjährigen Jahresversammlung am 22. September neun Forscher auszeichnen – und zwar für deren Entdeckungen im Bereich "Veränderbarkeit des Genoms – Herausforderungen für die Zukunft". Unter ihnen ist auch AcademiaNet Mitglied Elisabeth Binder, Neurowissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München.


Prof. Binders Kerngebiet ist die Angst- und Depressionsforschung. Ihre Forschungsgruppe untersucht besonders die molekularen, zellulären und systemischen Faktoren, die zu stress- und traumaassoziierten Störungen führen. Ihre Arbeit deckte auf, dass extremer Stress Veränderungen des Erbgutes bewirken kann – was sich auf die Funktion menschlicher Zellen auswirkt. Weitere Daten aus Prof. Binders Labor zeigen, dass die durch Stress verursachten Veränderungen im Erbgut abhängig von bestimmten Genvarianten sind – diese spielen eine Rolle als Risikofaktor für verschiedene psychiatrische Erkrankungen. Somit war es ihrem Team gelungen, die Wirkung eines Umwelteinflusses bestimmte Gene nachzuweisen, und diese molekularen Prozesse mit mentalen Erkrankungen in Verbindung zu bringen.


Für diese Forschungsleistungen wird Prof. Binder nun mit der Carus-Medaille geehrt. Die Auszeichnung ist mit dem mit 5000 Euro dotierten Carus-Preis verbunden. Erstmals wurde sie in 1896 vergeben, und zahlreiche renommierte Wissenschaftler – unter anderem Nobelpreisträger Christiane Nüsslein-Volhard (Nobelpreis für Medizin und Physiologie 1995) und Stefan Hell (Nobelpreis für Chemie 2014) – finden sich unter den zuvor Ausgezeichneten.

  (© AcademiaNet / Nationalakademie Leopoldina)

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