Personalia

Martina Brockmeier wird Vorsitzende des Wissenschaftsrats

26. 1. 2017 | Die Agrarökonomin und AcademiaNetlerin der Universität Hohenheim leitet ab Februar das wichtigste wissenschaftspolitische Beratungsgremium für Bund und Länder.
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(© Uni Hohenheim / Alex Schwander)


Prof. Dr. Martina Brockmeier, Agrarökonomin der Universität Hohenheim.

Prof. Dr. Brockmeier ist zur neuen Vorsitzenden des Wissenschaftsrats gewählt worden und folgt damit auf den Bildungsforscher Prof. Dr. Manfred Prenzel. Nach der Ingenieurwissenschaftlerin Dagmar Schipanski, die - übrigens ebenfalls AcademiaNetlerin - von 1996 bis 1998 Vorsitzende war, ist sie damit die zweite Frau in diesem Amt.


 


Der Wissenschaftsrat gilt als das hochrangigste Beratungsgremium zu Themen der Wissenschaft in Deutschland. Er berät die Bundes- und Landesregierungen und erarbeitet Empfehlungen zur Entwicklung der Wissenschaft, der Forschung und des Hochschulbereichs sowie zur Sicherung der internationalen Konkurrenzfähigkeit der Wissenschaft Deutschlands. So ist der Wissenschaftsrat beispielsweise gemeinsam mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft für die Durchführung der Exzellenzstrategie zuständig.


 


Eines der Themen, dem Prof. Dr. Brockmeier sich widmen wird, ist die Weiterentwicklung des Begutachtungswesen im Wissenschaftssystem. Dabei wird es unter anderem darum gehen, wie man Begutachtungsverfahren künftig noch effizienter gestalten und zudem jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stärker in Begutachtungsprozesse mit einbeziehen kann.


 


„Mein generelles Anliegen ist es, das deutsche Wissenschaftssystem bestens für den internationalen Wettbewerb aufzustellen“, erläutert Prof. Dr. Brockmeier ihre Motivation. „Das heißt, dass man immer wieder an einzelnen seiner Stellschrauben drehen und seine strukturellen Rahmenbedingungen diesem Ziel anpassen muss. Ich freue mich auf die gemeinsam von Wissenschaft und Politik getragene Arbeit im Wissenschaftsrat.“


 


Prof. Dr. Brockmeier lehrt und forscht seit 2009 als Professorin für Internationalen Agrarhandel und Welternährungswirtschaft an der Universität Hohenheim. In den Jahren 2012 bis 2014 leitete sie die Fakultät Agrarwissenschaften als Dekanin.


 


Bereits im Jahr 2010 wurde sie von der Deutschen Forschungsgemeinschaft für AcademiaNet nominiert.


 


Fachlich konzentriert sie sich auf den internationalen Handel mit Agrar- und Ernährungsprodukten und seine Auswirkungen auf die globale Ernährungssicherung. Methodisch ist sie auf Modellierungen mit Hilfe von Allgemeinen Gleichgewichtsmodellen, insbesondere dem Mehr-Regionen Gleichgewichtsmodell GTAP (Global Trade Analysis Project) spezialisiert.

  Universität Hohenheim/AcademiaNet)

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