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Physikalische Gesellschaft zu Berlin ehrt Ricarda Winkelmann

8. 8. 2017 | Die AcademiaNet Wissenschaftlerin erhält den diesjährigen Karl-Scheel-Preis.
Ricarda Winkelmann auf einer Expedition in die Antarktis mit dem AWI-Forschungsschiff Polarstern
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(© PIK/M.Martin )


Ricarda Winkelmann auf einer Expedition in die Antarktis mit dem AWI-Forschungsschiff Polarstern

Ricarda Winkelmann ist mit dem Karl-Scheel-Preis 2017 ausgezeichnet worden. Der bedeutendste Preis der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin (PGzB) wird seit 1958 jährlich für herausragende Leistung in den Jahren nach der Promotion an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben, die vorwiegend an einer Forschungseinrichtung in Berlin oder Brandenburg erbracht wurde. Winkelmann erhält die Auszeichnung für ihre herausragende wissenschaftliche Arbeit zum Einfluss der globalen Erwärmung auf das Antarktische Eisschild und den Meeresspiegelanstieg.


„Die außergewöhnlich talentierte junge Wissenschaftlerin Ricarda Winkelmann setzt ihre große naturwissenschaftliche Begabung mit höchstem Erfolg für gesellschaftliche relevante Forschung ein“, so Jürgen Kurths, Vorsitzender der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin. Ihr wissenschaftliches Interesse gehe „weit über den Tellerrand der eigenen Forschungsdisziplin hinaus“. Das zeige sich nicht nur in einer beeindruckenden Anzahl vielzitierter Artikel in renommierten Fachjournalen wie Nature, Science Advances oder PNAS, sondern unter anderem auch in ihren innovativen Forschungsmethoden, die ihrem zentralen Thema des Meeresspiegelanstiegs neue Perspektiven zu eröffne.


Die Mathematikerin und Physikerin Ricarda Winkelmann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) schloss ihre Promotion mit Auszeichnung ab und arbeitete seither unter anderem am Kapitel zum Meeresspiegelanstieg im jüngsten Bericht des Weltklimarats IPCC. Ein mehrmonatiger Forschungsaufenthalt führte sie auch an die renommierte Carnegie Institution for Science in Stanford in den USA. 2014 wurde Winkelmann zur Junior-Professorin für Klimasystemanalyse an der Universität Potsdam ernannt.


Die 1845 gegründete Physikalische Gesellschaft zu Berlin ist einer der ältesten wissenschaftlichen Vereine in Deutschland. Sie widmet sich der Verbreitung von physikalischer Forschung und Lehre, unter anderem durch Vortragsveranstaltungen, Kolloquien und Preise an hervorragende Physiker. Der Karl-Scheel-Preis wurde im Rahmen eines feierlichen Festkolloquiums in Berlin in diesem Jahr zu gleichen Teilen an Prof. Dr. Ricarda Winkelmann vom PIK und Dr. Aljaž Godec von der Universität Potsdam verliehen.


Originalartikel von PIK Potsdam, republiziert auf AcademiaNet mit freundlicher Genehmigung des PIK Presseteams.

  (© Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK))

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