In eigener Sache

"The key to finding exceptional women in science"

AcademiaNet auf der ESOF 2012 in Dublin

19. 7. 2012 | Das Euroscience Open Forum war für AcademiaNet ein besonderer Termin: Erstmals präsentierten wir das Portal auch auf Englisch vor internationalem Publikum. Mit dabei waren AcademiaNet-Wissenschaftlerinnen als Keynote-Sprecherinnen, Podiumsteilnehmerinnen und Interviewpartnerinnen.
Die ESOF ist ein Wissenschaftskongress der Superlative: Nobelpreisträger, Wissenschaftler, Journalisten und Delegierte großer Wissenschaftsorganisationen schwirren durch weite Hallen, das Vortragsprogramm läuft in parallelen Schienen von morgens bis abends – und das über vier Tage lang.

Vier Tage, die eng terminiert sind. Umso erfreulicher, dass Helga Nowotny, Präsidentin des ERC (European Research Council), und Carsten Könneker, Chefredakteur von Spektrum der Wissenschaft, die Zeit für ein Interview am AcademiaNet-Stand finden.
Helga Nowotny im Interview
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(© Eva Roth, Robert Bosch Stiftung)


Helga Nowotny im Interview | mit Carsten Könneker am Stand von AcademiaNet


Das Ganze spielt sich ab in den repräsentativen Räumen des Convention Center, einem imposanten mehrstöckigen Glasgebäude – das angeblich einem gekippten Guinness-Glas gleichen soll. Unser Taxifahrer bemerkte jedoch süffisant, dass schon sehr viele Besucher kommen müssten, um die Kosten für den gigantischen Bau jemals wieder einzuspielen.

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(© Richard Zinken)


"Debate on Scientific Publishing and Open Access" | Maria Leptin (re. außen im Bild) erläutert ihre Position.
Gut besucht ist die "Debate on Scientific Publishing and Open Access" – ein aktuell hoch brisantes Thema. Auf dem Podium geht es aber erstaunlich einmütig zu. AcademiaNet-Wissenschaftlerin Prof. Maria Leptin, Direktorin der EMBO (European Molecular Biology Organisation) scheint sich mit Phil Campbell, dem nature-Chefredakteur, einig: Freier Zugang zu wissenschaftlichen Inhalten ist dringend nötig, die Rahmenbedingungen müssen aber sinnvoll abgesteckt werden – und es muss wirtschaftlich funktionieren.

Am AcademiaNet-Stand finden in der Zwischenzeit viele interessante Gespräche statt – über mögliche Kooperationen, die Ausweitung der Datenbank auf andere Kontinente und wie man das Projekt bekannt machen kann. Die Frage an die Besucherinnen und Besucher des Standes lautet: "What is the most exciting question that science should try to answer?" Die Antworten werden vor laufender Kamera gegeben, sie finden sich als "best of" in diesem Video:




Der Samstag beginnt mit einer Keynote von Prof. Regina Palkovits zum Thema "Biomass – a valuable feedstock of the future". Ein beeindruckender Vortrag über die Nutzungsmöglichkeiten erneuerbarer und konventioneller Energielieferanten, Kosten-Nutzen-Verhältnis und die Möglichkeiten der Prozessoptimierung. Regina Palkovits ist nicht nur eine souveräne Vortragende, sondern auch eine aufmerksame und schlagfertige Gesprächspartnerin, wie sie am AcademiaNet-Stand gleich anschließend unter Beweis stellt: Zunächst im Interview mit Carsten Könneker, anschließend im Gespräch mit einer Studentin, die für die Zeitung ihrer Universität über "Frauen in den Naturwissenschaften" schreibt und danach mit einer Journalistin aus Indien. Und zu guter Letzt: Lächeln und Statement für unser Video-Projekt.
Regina Palkovits im Interview
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(© Richard Zinken)


Regina Palkovits im Interview

Zwischen und nach den Veranstaltungen wird eifrig getwittert - eine unkomplizierte Möglichkeit spontan Eindrücke und Fotos weiterzugeben und die anderen Social-Media-Aktiven auf der Messe ausfindig zu machen. Und so findet auch die Pulitzer-Preisträgerin Deborah Blum den Weg an unseren Stand.

Give Aways
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Give Aways
Und immer wieder versorgen sich gestresste Kongressteilnehmer am Stand mit "mints" in kleinen AcademiaNet-Blechdosen und irisch-grünen Schlüsselanhängern mit dem AcademiaNet-Motto: The key to finding exceptional women in science.



  (© AcademiaNet)
Stephanie Hanel

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No more excuses!

  1. Lesen Sie in dieser Broschüre mehr über AcademiaNet und Europas Spitzenforscherinnen.

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