Kurzvita und Ausbildung

  • Beatrice de Graaf (1976) ist Inhaberin des Lehrstuhls für Geschichte der internationalen Beziehungen & Global Governance an der Universität Utrecht, mit dem Schwerpunktthema Institutionen (Professorin seit Februar 2014). Sie studierte Neuere Geschichte sowie Deutsche Sprache und Kultur an den Universitäten Utrecht und Bonn (Abschluss 1998 cum laude) und schloss 2004 ihre Promotion an der Universität Utrecht ab (über die DDR, die niederländischen Kirchen und die Friedensbewegung) und erhielt hierfür den Max-van-der-Stoel-Preis für Menschenrechte. Als Mitgründerin des 2007 an der Universität Leiden in Den Haag geschaffenen Centre for Terrorism and Counterterrorism wurde sie 2011 zur Professorin für Conflict and Security History ernannt. Mithilfe eines von der NWO finanzierten VIDI/ASPASIA-Forschungsstipendiums für 'die Schaffung eines nationalen Sicherheitsstaates' und als Fellow des Netherlands Institute for Advanced Study (NIAS) mit dem Thema 'Terrorists on Trial') trug De Graaf wesentlich zur Begründung des neuen Forschungsfeldes Sicherheitsgeschichte bei. Ihr 2011 erschienenes Buch 'Evaluating Counterterrorism Performance' ("Eine Bewertung des Erfolgs von Terrorismusbekämpfung") schaffte es unter die weltweit 150 besten Bücher über den Terrorismus.

Ausgewählte Veröffentlichungen

  • de Graaf, B.A., Dimitriu, G. & Ringsmose, J. (Hrsg.) (2015). Strategic Narratives, Public Opinion and War : Winning domestic support for the Afghan War. Oxon/New York: Routledge.

  • de Graaf, B.A. (2015). Terrorismus als performativer Akt. Die Bundesrepublik, Italien und die Niederlande im Vergleich. Terrorismusbekämpfung in Westeuropa – Demokratie und Sicherheit in den 1970er und 1980er Jahren (S. 93-115) (23 S.). Berlin/München/Boston: De Gruyter Oldenbourg.

  • de Graaf, B.A. (2014). The Van Gogh Murder and Beyond. In Bruce Hoffman & Fernando Reinares (Hrsg.), The evolution of the global terrorist threat : from 9/11 to Osama bin Laden's death (S. 144-187) (43 S.). New York: Columbia University Press.

  • de Graaf, B.A. (2014). Second-tier Diplomacy. Hans von Gagern and William I in their Quest for an Alternative European Order, 1813-1818. Journal for Modern European History, 12 (4), (S. 546-566) (20 S.).

  • de Graaf, B.A. & de Goede, M. (2013). Sentencing Risk. Temporality and Precaution in Terrorism Trials. International Political Sociology, 7 (3), (S. 313-331) (19 S.).

  • de Graaf, B.A. & Zwierlein, C. (2013). Historicizing Security. Entering the Conspiracy Dispositive. Historical Social Research, 38 (1), (S. 46-64) (19 S.).

  • Härter, K. & de Graaf, B.A. (2012). Vom Majestätsverbrechen zum Terrorismus. Politische Kriminalität, Recht, Justiz und Polizei nck Izwischen Früher Neuzeit und 20. Jahrhundert. Frankfurt am Main: Max Planck Institut/Vittorio Klostermann.

  • de Graaf, B.A. (2012). Gevaarlijke vrouwen. Tien militante vrouwen in het vizier. Amsterdam: Boom.

  • de Graaf, B.A. (2011). Evaluating Counterterrorism Performance. A Comparative Approach. Oxon/New York: Routledge.

  • Demant, F. & de Graaf, B.A. (2010). How to Counter Radical Narratives: Dutch Deradicalization Policy in the Case of Moluccan and Islamic Radicals. Studies in conflict and terrorism, 33 (5), (S. 408-428) (21 S.).



Vollständige Literaturliste

Ausgewählte Projekte

  • Securing Europe, Fighting its enemies ("Sicherung Europas, Bekämpfung seiner Feinde"). The making of a security culture in Europe and beyond, 1815-1914 ("Die Entstehung einer Sicherheitskultur innerhalb und jenseits von Europa") ERC Consolidator Grant, finanziert vom Europäischen Forschungsrat, 2014 – 2019

  • Enemies of the State ("Staatsfeinde"). The making of the National Security State in the Western world, 1945-2001 ("Die Entstehung des nationalen Sicherheitsstaates in der westlichen Welt"). VIDI & ASPASIA Grant, finanziert von der nationalen niederländische Wissenschaftsorganisation (NWO), 2009 – 2014

Mitgliedschaften in Gremien und Jurys

  • Vorsitz in der 'Nationale Wetenschapsagenda' (Niederländische Nationale Wissenschaftsagenda'; seit 2015, gemeinsam mit Alexander Rinnooy Kan)

  • Mitglied im European Council on Foreign Relations (ECFR)

  • Mitglied in der Royal Dutch Young Academy (Königlich Niederländische Akademie der Wissenschaften)

  • Vorstandsmitglied in der Royal Dutch Historical Association (Koninklijk Nederlands Historisch Genootschap)

  • Vorstandsmitglied in der Netherlands Intelligence Studies Association (NISA)

  • Mitglied in der Royal Holland Society of Sciences and Humanities (Koninklijke Hollandsche Maatschappij der Wetenschappen)

  • Mitglied in der Archives Commission, Außenministerium

Weitere Berichterstattung

  • Beatrice de Graaf nimmt an international und nationalen (wissenschaftlichen) Debatten zu Terrorismus und Sicherheit teil und schreibt regelmäßig Kommentare zu Fragen des Terrorismus und der Sicherheit in Print-, Rundfunk und Fernsehen. Ihre neuesten Beiträge zu öffentlichen Debatten sind auf ihrer Profilseite der Universität Utrecht abrufbar.

Kontakt

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